Geschäftsprognosen in der Region

Geschäftsprognosen in der Region voller Optimismus
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen in ihrer Neujahrsansprache auf ein schwieriges Jahr 2010 eingestimmt. Vor einer Konjunkturerholung sei noch eine wirtschaftlich harte Zeit zu überwinden. Auch die Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute sind zurückhaltend. ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte: „Wir sind senkrecht abgestürzt und krabbeln allmählich auf allen Vieren wieder nach oben. Aber das wird ein langsamer und mühsamer Prozess.“
Wirtschaftsanalytiker sagen eine deutliche Zunahme der Arbeitslosenzahlen, aber auch ein Wirtschaftswachstum voraus, das klar über einem Prozentpunkt liegt. Vertreter der heimischen Wirtschaft schätzen die Situation realistisch, aber nicht grundsätzlich pessimistisch ein.
„2009 war für mich ein wunderbares Geschäftsjahr“, erklärt Cornelius Deisler, Inhaber des Fachgeschäfts für Textil, Betten und Matratzen in Gundelfingen. Voraussagen für die wahrscheinliche Entwicklung im neuen Jahr würden oft mit viel Panik verbunden. Aber so düster sei die Lage nicht. Seine eigene „lustige Werbung“ in der „Donau-Zeitung“, so Deisler, führe schon deshalb zu starker Resonanz, weil er Annoncen in dichter Folge erscheinen lasse. Zwar sei die Kaufzurückhaltung im Bereich der Mode nicht zu übersehen, aber das werde durch verstärktes Interesse an Produkten aus dem Gesundheitsbereich hinreichend kompensiert. Auch Faschingsartikel seien trotz Krise gefragt. Den Verkaufserfolg auf diesem Gebiet erklärt sich Deisler allerdings auch als eine Auswirkung seiner persönlichen Aktivitäten im Gundelfinger Faschings- und Laienspielgeschehen.
„Das Handwerk vertraut darauf, dass das Geschäftsniveau von 2009 gehalten werden kann.“ Karl Kratochvil, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Nordschwaben, registriert „im Großen und Ganzen“ eine zufriedenstellende Situation für die Handwerksbetriebe der Region. Die staatlichen Förderungsmaßnahmen hätten bei der Renovierung und Sanierung von Häusern sowie bei der umweltorientierten Ausstattung von Heiz- und Energieanlagen deutliche Impulse ausgelöst. Als Elektroinstallateurmeister beurteilt Kratochvil die Auftragslage auch in der Elektrobranche als beruhigend. Schwierigkeiten hätten aber viele Handwerksbetriebe Nordschwabens bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden. Tausende von Lehrstellen in deutschen Handwerksfirmen seien deshalb unbesetzt geblieben.
Gute Erwartungen bei Rudi Kimmerle
Mit „guten Erwartungen“ geht Rudi Kimmerle jun., Geschäftsführer der Firma Rudolf Kimmerle Gewerbe-Bau, in das neue Jahr. Das Unternehmen, spezialisiert auf den Bau von Supermärkten, verzeichne eine gute Auftragslage. Der Verdrängungsprozess im Bereich der Supermärkte führe zwangsläufig zu einem erhöhten Bedarf an Neubauten.
Zwar sei eine Sättigung im Netz der Supermärkte in Sicht, aber mit Optimierungsmaßnahmen und mit flexibler Reaktion werde sich die Firma Kimmerle auf die jeweils veränderte Marktlage einstellen. Gegenwärtig seien Supermärkte mittlerer Größe wie etwa das neue, von Kimmerle projektierte und realisierte Dillinger Edeka-Center mit seiner 3000-Quadratmeter-Fläche gefragt. Das gelte allgemein für Regionen in Süddeutschland, Sachsen und Österreich, in denen das Unternehmen Rudolf Kimmerle Gewerbe-Bau aktiv sei.
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de


