Freitag März 12

Suche nach dem Traumjob

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Nichts kann Samira Neuhold auf ihrem Weg ablenken. Zielstrebig sucht die 14-Jährige bei der „Fit for Job“ den Stand des Zollamts in der Höchstädter Berufsschule auf, denn dort hat sie bei der Berufsinformationsmesse im vergangenen Jahr bereits erste Kontakte geknüpft. „Für mich ist es klar, ich will Zollbeamtin werden“, sagt die Bonaventura-Realschülerin. Das erneute Gespräch mit Repräsentanten des Zollamts hat den Berufswunsch der Donaualtheimerin bestätigt: „Ich will nichts mehr anderes.“ Es ist die sechste Berufsinformationsmesse „Fit for Job“, die am Samstag erneut Scharen von Besuchern in die Höchstädter Nordschwabenhalle und Berufsschule lockt. Tausende von Jugendlichen sind dort auf der Suche nach ihrem Traumberuf. „Ich will ins Büro und Industriekauffrau werden“, sagt die Wittislingerin Katharina Schaudi. Aber auch Verwaltungsangestellte im Landratsamt käme für die Neuntklässlerin der Lauinger Realschule in Frage. Mutter Gertrud Schaudi begleitet ihre Tochter. „Ich finde die Messe toll: Die Jugendlichen können sich informieren und gleich ein Praktikum vereinbaren.“

Messe-Organisator Hermann Kleinhans strahlt übers ganze Gesicht. Etwa 4800 Schüler der Haupt- und Realschulen (7. bis 10. Klassen) und auch der Gymnasien und Fachoberschulen (11. bis 13. Klassen) seien eingeladen worden. „Wenn man die Eltern hinzurechnet, dürften etwa 5000 Interessierte gekommen sein“, sagt Kleinhans. Der Ansturm scheint etwas geringer als in den Jahren zuvor, allerdings verteilt sich die Menge noch besser auf die beiden Veranstaltungsorte Nordschwabenhalle und Berufsschule.

Positive Rückmeldungen

Landrat Leo Schrell zieht zufrieden Bilanz: „Wir haben ausnahmslos positive Rückmeldungen.“ Die sechste „Fit for Job“ sei rekordverdächtig. 68 Aussteller, so Schrell, zeigen in Höchstädt etwa 140 Berufe, die man im Kreis Dillingen erlernen kann. Das Werben um qualifizierten Nachwuchs sei dringend nötig, sagt der Landrat: „In vielen Betrieben herrscht bereits jetzt ein Fachkräftemangel.“ Und der werde sich bis 2015 noch weiter verschärfen (siehe weiteren Beitrag). Schrell dankt den Helfern und Sponsoren (Sparkasse Dillingen, Kreisverband der Raiffeisen-Volksbanken, die Städte Höchstädt, Dillingen und der Landkreis). Lob gibt es auch vom Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange: „Eine klasse Veranstaltung.“ Für künftige Abiturienten ist der Stand der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein Magnet. „Die Interessenten sind früh dran, der Auftritt hat sich für uns gelohnt“, sagt Professor Manfred Schlund. Zum zweiten Mal dabei ist auch die Montessori-Fachoberschule Wertingen, teilt Heike Kahler mit: „Wir wollen auf diese Weise noch bekannter werden.“

Ein Anziehungspunkt ist wieder die Carrera-Rennbahn der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, die Elektroniker Thomas Kotter präsentiert. Lehrlinge haben dafür gesorgt, dass bei der Fahrt der Rennwagen Lichter aufblinken. Kotter ist mit seiner Berufswahl zufrieden. „Die Lehre ist super, das hätte ich anfangs nicht gedacht.“ Dieter Dallmaier, Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur in Dillingen, rät grundsätzlich zur Flexibilität bei der Berufswahl. Guter Dinge ist Tim Scheinkönig, der die neunte Klasse an der Höchstädter Volksschule besucht: „Ich weiß schon, was ich werden will.“ Der 15-Jährige informiert sich bei der Firma Thanner über den Beruf des Orthopädieschuhmachers.


Quelle: www.augsburger-allgemeine.de


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